Mittwoch, 21. Januar 2009

Aufsatz

Strafe und Disziplin

Begriffserklärungen
Strafe
Definition: Die Strafe ist eine
Sanktion gegenüber einem bestimmten Verhalten, das in der Regel vom Erziehenden als Unrecht bzw. als (in der Situation) unangemessen qualifiziert wird.
Synonym: Abrechnung, Buße, Denkzettel, Heimzahlung, Lehre, Sühne, Vergeltung, Vergeltungsmaßnahme, Strafaktion, Strafvollzug, Folge, Geldstrafe
Antonyme: Belohnung, Lob, Preis;Etymologie: Der Begriff Strafe bedeutet ´Tadel, Schelte, Sühne für ein begangenes Delikt, Züchtigung´. Mittelhochdeutsch: strãfe. Das Verb strafen (mhd. strãfen) bedeutet ´mit tadelnden Worten zurechtweisen, schelten, züchtigen, mit Leibes- oder Geldstrafe belegen´, die Herkunft ist jedoch unbekannt. Das Verb erscheint um 1200 im Mittelhochdeutschen und löst das althochdeutsche refsen ´schelten, scharf tadeln, schlagen, strafen´ ab.
Oberbegriff: Aktion, Handlung, Operation;Unterbegriffe:
Freiheitsstrafe; Geldstrafe; Hauptstrafe; Jugendstrafe; Konventionalstrafe; Körperstrafe; Nebenstrafe; Todesstrafe; Vertragsstrafe
Beispiele: Er muss als Strafe ins Gefängnis.

Disziplin
Definition: Der Begriff Disziplin (latein. disciplina - Lehre, Zucht, Schule) kann mehrere Bedeutungen haben: #Disziplin als Teilgebiet eines Betätigungsfelds:#*im leistungsorientierten Sport eine bestimmte Sportart oder eine innerhalb einer solchen abgegrenzte Teilsportart#*in der Wissenschaft ein auf einen bestimmten Gegenstand konzentriertes Fachgebiet#Disziplin im Sinne der Unterordnung unter die Befehle oder Anweisungen von Vorgesetzten, siehe Gehorsam
Synonym: Benehmen, Dressur, Drill, Ordnung, Schliff, Einordnung
Antonym: Disziplinlosigkeit, Chaos, Unaufmerksamkeit
Etymologie: Vorgang des Lernens
Oberbegriff: Erziehung, Teilgebiet, Wissenschaft, Lehre, Schule, Sport
Unterbegriffe:
Fachdisziplin, Hilfsdisziplin, Paradedisziplin, Rechtsdisziplin, Spezialdisziplin
Beispiele: Manche der Geisteswissenschaftler unter den Professoren hätten überhaupt zum ersten Mal mit den Kollegen anderer Disziplinen über Möglichkeiten der Zusammenarbeit gesprochen.

Absätze


Die Jugendkriminalität hat in den letzten Jahren stark zugenommen und die Jugendstrafanstalten haben mehr junge Inhaftierte denn je. Klar, dass sich hier die Frage stellt, wer die Schuld trägt. Das Verhalten der Kinder und Jugendlichen ist auf die Erziehung, die sie sowohl zu Hause aber auch in ihrem Umfeld mitbekommen, zurückzuführen. Werden Jugendliche mit zuwenig Disziplin erzogen, tun sie später klarerweise auch was sie wollen und hören nicht auf andere Leute. Also wer achtet darauf, dass die Erwachsenen von Morgen nicht alle kriminell werden?

An erster Stelle stehen hier natürlich die Eltern. […]


Doch auch das Soziale Umfeld spielt, wie schon erwähnt, eine sehr große Rolle. […]


Auf keinen Fall sollten wir die amerikanischen Erziehungslager als Vorbild nehmen. […]


Es nützt auch nichts, wenn wir unsere Jugendlichen zu hart bestrafen und sie damit sehr beeinflussen. […]


Aber wir dürfen die jungen Leute damit auch nicht alleine lassen. Denn oft ist Kriminalität eine Folge von Problemen in der Pubertät. […]

Dienstag, 6. Januar 2009

1. Schularbeit

Die Räuber

Friedrich Schiller (1759 – 1805) schrieb zur Zeit des Sturm und Drang (1767 – 1885) eines seiner bekanntesten Werke, „Die Räuber“. Er war einer der wichtigsten Schriftsteller seiner Zeit und in diesem Drama schreibt er über eine Familiengeschichte voller Lügen und Intrigen.

Im Buch gibt es einen Tyrannen, der von Franz, dem zweitgeborenen Sohn eines alten Grafen, gespielt wird. Er versucht, seinen Bruder Karl schlecht zu machen und somit an die Macht zu kommen. Franz erzählt dem Vater gleich zu Beginn, dass Karl ein Luderleben führe und den Namen der Familie beschmutze. „…ein Preis ist auf seinen Kopf gesetzt – der Name Moor“ [I,1.,S 11] erzählt Franz seinem Vater. Darauf hin der alte Moor: „Mein Name! Mein ehrlicher Name!“ [I,1.,S 11]. Hier erkennt man gut, wie sehr der Vater vom Leben seines angeblich tollen, älteren Sohnes erschüttert und geschockt ist. Schließlich erlaubt er Franz einen Brief an Karl zu schreiben, was Franz natürlich zu seinen Gunsten ausnützen kann, denn so kann er einen Brief schreiben, den der Vater so niemals geschrieben hätte. Franz schreibt im Brief, dass der Vater seinen Sohn Karl nie mehr wieder sehen möchte.

Franz will alles dafür tun, Herrscher zu werden. Er scheut vor nichts zurück. „Ich will alles um mich her ausrotten, was mich einschränkt, daß ich nicht Herr bin.“ [I,1.,S 18]. Hier erkennt man gut, dass Franz für seinen Machtplan sogar bereit ist zu morden. Er ist sehr kaltherzig und sein Vater scheint ihm egal zu sein. „Und nun wär freie, ebene Bahn bis auf diesen ärgerlichen zähen Klumpen Fleisch, der mir, gleich dem unterirdischen Zauberhund in den Geistermärchen, den Weg zu meinen Schätzen verammelt.“ [I,1.,S 40]. Auch hier lässt sich wieder gut erkennen, dass die Pläne und Gedanken von Franz sehr radikal sind.

Zum Ende des Stücks hin begreift Franz erst, was für Gräueltaten er begangen hat und man kann Zweifel in ihm erkennen und er wird Wahnsinnig. Er bittet Daniel den Diener ihn zu erstechen, doch der schreckt auf Grund seines Religionsglaubens zurück und will ihm diesen Gefallen nicht tun.

Da das Werk die Zeit des Sturm und Drang spiegelt, spielt natürlich auch die Gesellschaft eine große Rolle. Die Leute sind unzufrieden, wie mit ihnen umgegangen wird und wollen etwas an der Gesellschaftlichen Stellung ändern. Sie wollen ein Mitspracherecht. Darum bildet sich auch die Räuberbande im Buch. [I,2.,S 31]: Karl ist außer sich vor Wut und enttäuscht, als er den vermeintlich vom Vater geschriebenen Brief gelesen hat. „Höre, Moor! Was denkst du davon? Eine Räuberleben ist doch auch besser als bei Wasser und Brot im untersten Gewölbe der Türme?“ [I,2.,S 31]. Das schlägt ihm sein Kollege Roller vor. Karl lässt sich zum Hauptmann der Bande ernennen.
Siehe, da fällts wie der Star von meinen Augen, was für ein Tor ich war, daß ich ins Käficht zurück wollte! – Mein Geist dürstet nach Taten, mein Atem nach Freiheit. – Mörder, Räuber! […] Kommt, Kommt! – Oh ich will mir eine fürchterliche zerstreuung machen – es bleibt dabei, ich bin euer Hauptmann! [I,2.,S 33]

Auch Amalia, die Verlobte Karls, spiegelt ein typisches Verhaltensbild der damaligen Zeit wieder. Sie liebt Karl sehr, hat geschworen ihn zu lieben und auf ihn zu warten, was sich auch das ganze Stück über, und sogar bis in den Tod, einhält. Auch als Franz ihr droht, sie ins Kloster zu stecken, wenn sie ihn nicht heiraten werden, „Noch weiß ich Mittel, die den Stolz eines einbildischen Starkopfs so hübsch niederbeugen können – Kloster und Mauern!“ [III,1.,S 77], bleibt sie stark und gehorcht ihm nicht.

Weiters spielen Religion und Glaube eine große Rolle. Dieses Verhalten erkennen wir vor allem in Daniel. Frantz bittet ihn, dass er ihm einen Degen „hinterrücks in den Bauch“ jagen solle. Doch Daniel schreckt zurück. „Bewahre! Bewahre! Ich mag niemand zu früh in den Himmel fördern, viel weniger zu früh.“ [IV,2.,S 130]. Hier erkennt man, dass Daniel wahrscheinlich mit dem schlechten Gewissen, einen Menschen getötet zu haben, nicht klar kommen würde.

Damals wie aber auch heute noch kann man in jeder Gesellschaft Taten erkennen und beobachten, die von Tyrannei, hass und auch Unzufriedenheit vorangetrieben werden. In der heutigen Zeit kommt es aber viel öfter vor, dass sich Menschen dagegen wehren, ungerecht behandelt zu werden.

Die Figur, die Franz im Bruch verkörpert, der unberechenbare, machtgierige Sohn, ist auch heute noch präsent. Immer wieder gibt es Menschen, die auf Grund vom Streben nach Macht und Ansehen töten. Dieses Thema ist also durchaus noch aktuell.

Die Geschichte, die im Buch erzählt wird, damit meine ich, die Begierde, die Franz vorantreibt an die Macht zu kommen, hat mich sehr schockiert, aber auch beeindruckt. Für mich war und ist es sehr bemerkenswert und Angst einflößend, mit welcher Willensstärke Franz darauf beharrt, Herrscher zu werden. Er widersetzt sich dem typischen Verhalten wie Bruder- oder auch Vaterliebe, er will seinem Bruder die versprochene Frau stehlen und es scheint als könne er nichts anderes als Hass für all jene empfinden, die ihn daran hindern, an die Macht zu kommen. Unermüdlich folgt er seinem Plan und muss zum Schluss dann doch eine sehr große Niederlage einstecken.

Auch wenn die klassischen Dramen immer nach dem gleichem Schema aufgebaut sind, hätte ich den Wandel der Geschichte nie erahnt und für mich war das Stück sehr eindrucksvoll. Der alte Moor stirbt, der Tyrann bringt sich um und der gutherzige Räuberhauptmann verzichtet auf seine Verlobte, denn er muss seinem Treueschwur folgen. Ich denke auch heute noch könnten sich solche Geschichten wiederholen, doch die Menschen heut zu Tage halten nicht mehr so viel von Treue und vom Glaube in den Schwur.

Mittwoch, 29. Oktober 2008

Portfolio: Wahlen

Die Nationalratswahl 2008

Ein Thema, dass jeden einzelnen von uns sehr beschäftigt, ist ein Problem für ganz Österreich. Auch wenn viele Leute nicht wählen gehen, ist die Wahl ein Thema, dass jeden Österreicher etwas angeht. Und genau darum geht es den Parteien. Sie müssen so viele Menschen wie möglich für sich gewinnen und so kommt es vor der Wahl zu einem gewaltigen Wahlkampf.

Wie sehe ich den Wahlkampf der Nationalratswahl 2008? Ich habe zwei Meinungen oder besser gesagt, teile ich die Wahlwerbung in zwei Punkten auf: die mich sehr ansprechende (Wahl-)Werbung und die Werbung, über die ich nur lachen konnte oder auf die ich nur mit Entsetzen hinschauen konnte und daher schnell daran vorbeigehen konnte. Jede Partei hat eine fixe Anzahl an Menschen, die sie wählen und ihr Gedankengut teilen, jedoch möchten sie auch neue Wähler gewinnen. Doch wenn ich mir ein Plakat der FPÖ anschaue, wo ich Heinz Christian Strache sehe, wie er mir seinen hochgestellten Daumen ins Gesicht hält und seine aufgehellt, weißen Zähne und strahlend blauen Augen, die so ganz nebenbei sehr unwirklich, so zusagen FPÖ-blau erscheinen, anschaue, kann ich nur lachen. Es ist einfach lächerlich sich so hinzustellen, um die Wähler zu animieren, dass sie die FPÖ wählen. Was ich aber noch viel peinlicher finde, dass Heinz Christian Strache einen Rap aufgenommen hat, den sich jeder im Internet anhören kann, oder dass er sich mit Che Guevara vergleicht. Was hat das noch mit Wahlen unserer zukünftigen Regierung zu tun?

Dagegen sind die Plakate von SPÖ oder die der Grünen viel seriöser und erwachsener gestaltet. Es sind erwachsene Politiker abgebildet, die klar sagen, was sie wollen, fordern und versprechen. Parteien wie SPÖ, die Grünen oder auch die ÖVP müssen nicht versuchen durch irgendwelche Raps oder Comics, mit sich selbst als Comicheld, Wähler zu bekommen. Für mich spiegelt die Art, wie die Partei den Wahlkampf leitet, sehr stark den IQ des Spitzenkandidaten wieder. Ich will keinen Politiker als dumm hinstellen, dazu habe ich auch gar kein Recht, aber ich will sagen, dass es um unsere zukünftige Regierung geht und die Wähler sich gut überlegen sollten, ob sie einen Heinz Christian Strache, der sich als rappender Che Guevara hinstellt, in der Regierung wollen, oder einen Politiker, der auch den Eindruck macht, dass er die Sache mit den Wahlen und er Politik ernst nimmt.

Auch wenn die Parteinen sehr verschieden sind, gleichen sich die Themen, die sie ansprechen und die Probleme, die sie bewältigen wollen, sehr. Zum Beispiel wenn es sich um die Studiengebühren handelt, die Jugend und öffentliche Plätze für junge Leute, Pensionsvorsorge oder die Umwelt. Die Parteien brauchen am Wahlsonntag so viele Stimmen wie möglich, also müssen sie auch Themen ansprechen, die das Volk interessieren. Noch schwieriger ist es, später in der Gewählten bzw. bestimmten Regierung Themen und Probleme gemeinsam zu bewältigen und dem Volk entsprechend Lösungen zu finden. Doch genau darum sollten wir wählen gehen, denn es geht um unsere Probleme, die unsere Regierung lösen muss.

Für mich persönlich sind einige Themen wichtig, wie z.B. die Umwelt und öffentliche Verkehrsmittel, die Studiengebühren, da ich später einmal auf jeden Fall studieren möchte und nicht wegen des Geldes darauf verzichten möchte, der Umgang mit Ausländern und, was am wichtigsten ist, die Berücksichtigung der Jugend. Es gibt viel zu wenige öffentliche Plätze für Jugendliche.

Und damit kommt auch schon Kritik, ich und auch jeder andere Bürger an die Parteien stellt. Die Partei will keine Ausländer in Österreich, die andere will sie integrieren. Die eine Partei will keine Studiengebühren, was sehr für meine Meinung spricht, die andere will sie bloß ein bisschen senken und noch mal eine andere Partei will sie so lassen. Für jeden Bürger ist da etwas dabei. Man sucht sich einfach seine Themen aus und wählt dann die dazugehörende Partei, die hinter diesen Themen steht. Ist doch ganz einfach, oder etwa nicht? Nein eben nicht! Denn die Art und Weise, wie die verschiedenen Politiker an die Sache rangehen, gibt mir oft sehr zu denken. Die radikale Art, mit der die FPÖ versucht, Österreich ausländerfrei zu machen, kann ich mir nicht einfach so anschauen. Wenn Heinz Christian Strache oder auch Jörg Haider von dem BZÖ darüber sprechen, wie sie Österreich den Österreichern „zurückgeben“ wollen, läuft mir ein eiskalter Schauer den Rücken hinunter. Nicht allzu oft, erinnert es mich, wenn ich Heinz Christian Strache zuhöre, an einen Diktator oder einen sonstigen Machtmenschen, der versucht den Menschen der Heimat das Gefühl von wahrem Patriotismus zurückzugeben. Was diese Parteien, FPÖ und BZÖ, noch nicht verstanden haben, ist, dass man einen Wahlkampf und die Themen, die man bearbeitet, auch ohne Beleidigungen und Diskriminierungen bewältigen kann. Was in den Köpfen und Gedanken dieser Herrn vorgeht, ist mir egal, doch sie sollten alles, was sie sich so am Tag denken, laut aussprechen oder gar in die Politik einbringen.

Ein solcher Wahlkampf ist immer ein großer Stresst. Für die Politiker als auch für das Volk, das Tag für Tag in die Gesichter der Politiker blickt, die den Straßen entlang auf Plakaten den Wählern tief in die Augen blickt und sie dazu auffordert wählen zu gehen. Zum ersten Mal ist es in Österreich so, das auch 16 Jährige wählen gehen können. Das ist die neue Hoffnung. Die Hoffnung auf einen hohen Prozentanteil an Wählern und Wählerinnen und die Chance zu gewinnen. Doch wie viele Leute gehen wirklich wählen? Und warum stehen so viele am Wahlsonntag nicht einmal auf um wählen zu gehen? Das ist eine Frage, die sich jeder selber stellen sollte. Haben die Politiker mich überzeugt? Will ich, dass diese oder jene Partei die Regierung von meinem Land bestimmt? Es ist ein großes Privileg, dass wir, das Volk, mitreden und bestimmen dürfen, welche großen Männer für unser Land die wichtigen Entscheidungen treffen werden.

Auch wenn sich die Politiker sehr darum bemühen, die Menschen zum Wählen zu animieren, geben sehr viele ihre Stimme nicht ab. Das Thema politisches Desinteresse ist für die Parteien ein sehr großes Problem. Wie sollen die jungen Leute wählen gehen, wenn sie nicht einmal wissen, welche Farbe zu welchem Parteinamen gehört und hinter welchen Argumenten die Partei steht. Alles hängt von den Politikern ab, wie sie ihren Wahlkampf gestalten und inwiefern sie den Wähler informieren und überzeugen können. Sicher keine leichte Aufgabe. Und was sie sich alle dabei fragen sollten, ist: Wie kann ich das ändern? Wie schaffe ich es, dass mich so viele Menschen wie möglich wählen werden?

Zum einen sollten sie darauf achten, dass die Menschen sie kennen, d.h. sie sollten sich unter das Volk mischen. Die Wähler wollen den Mann oder die Frau, den oder die sie wählen, schließlich auch gut kennen und wissen, wie er oder sie ist. Zum anderen sollten sie alles etwas moderner gestalten, nicht unbedingt mit Raps, aber mit Ideen, die die Menge anziehen. Veranstaltungen, Action, Wahlversprechen. Die Menschen wollen etwas sehen. Im Zeitalter von Fernsehen, Computer usw. sind die Leute doch gelangweilt, sobald sie irgendwo nur herumstehen und einem Menschen im Anzug zusehen, der Versprechen von sich gibt, die er vielleicht sowieso nicht halten kann. Es ist klar, dass Politiker eine angemessene, seriöse Kleidung tragen müssen, um gut auftreten zu können, doch auch im Anzug kann man Forderungen von sich geben, die Jeden interessieren und auch jeder hinhört. Die Politiker müssen auch lernen ehrlicher zu sein. Denn ehrlich währt am längsten.

Es ist schwer einen Wahlkampf zu leiten und auch schwer, sich zu entscheiden, welche Partei man wählt. Die Parteien führen in meinen Augen einen friedlichen Krieg und wollen so viele Verbündete wie möglich für sich haben.
Entscheidend ist ein kleines Kreuz auf einem weißen Zettel, der mit vielen anderen zusammen ausgezählt wird und dann bestimmt, wer unser Land regiert. Ein kleines Kreuz, das so viel zu sagen hat und für das sich der ganze Aufwand hoffentlich gelohnt hat.




Donnerstag, 29. Mai 2008

Gedichtinterpretation

Ich werde das Gedicht „Ebenbild unseres Lebens“ von Andreas Gryphius nun genauer betrachten und interpretieren. Es wurde im Barock geschrieben und handelt von der Sicht des Lebens als ein Theaterstück.

Das Gedicht ist ein Sonett und in einem regelmäßigen, sechshebigen Jambus geschrieben, einen so genannten Alexandriner. Es besteht aus zwei Quartetten und zwei Terzetten. Der Dichter drückt, wie sehr oft in Barockgedichten, den Vanitasgedanken aus. Alles, was jetzt wichtig ist, wird früher oder später untergehen und nichts mehr bedeuten. Jene Sachen, die jetzt jung und schön sind, werden alt und hässlich. („Was gestern war ist hin“/“die vorhin grünen Äste sind nunmehr dürr und todt“).

Im ersten Absatz des Gedichts beschreibt Gryphius die Situation des Menschen auf der Erde. Wir Menschen sind nur Puppen und spielen den Verlauf unseres Lebens, bis wir schlussendlich sterben und alles vorbei ist. („Der Mensch das Spiel der zeit spielt“) Er verwendet oft Wörter wie „spielen“ oder „Schau-Platz“. Das erinnert sehr stark an ein Theater. Nichts ist für den Menschen aus seiner Sicht klar geregelt, das heißt, alles, was im Leben passiert, passiert einfach. („er sitzt/und doch nicht feste). Der Dichter spricht auch über Leid und Glück. Ein Beispiel ist „Der steift und jeder Fällt“, was hier klar erkennbar eine Antithese ist. Mit den Worten „herrscht“ und „webt“ beschreibt er den Stand der Menschen in der Bevölkerung. Also reich für „herrscht“ und arm für „webt“. Das kann man genauso bei „Paläste“ und „schlechtes Dach“ erkennen.

In der zweiten Zeile erkennen wir eine Zäsur bei „…dieser Welt; er sitzt“. Hier wird der Leser besonders auf „er sitzt“ aufmerksam gemacht und am Ende der Verseile kehrt sich das um, denn er erklärt, das nichts so ist, wie es scheint. Vom „er sitzt“ kommt er auf „und doch nicht feste“.

Auffallend ist die Assonanz von sehr vielen, hellklingenden „i“- und „ei“- Lauten, die uns doch noch ein wenig Hoffnung auf etwas Gutes oder Glück schenken.

In der Zweiten Strophe beschreibt der Dichter häufig die Gegensätze vom schönen Jetzt und dem Vergehendem und dem, was kommen wird („Was gestern war ist hin/was itzt das Glück erhebt; wird morgen untergehn/die vorhin grünen Äste sind nunmehr dürr und todt“). Hier haben wir auch eine Anapher im Satz „Was gestern war…/was itzt das Glück…

Er beschreibt hier in jeder Verszeile mit einem neuen Beispiel den Vanitasgedanken. „Dürr und todt“ erwecken hier sehr stark den Gedanken an den Tod, an das eintönige, dürre Leben danach. Das Beispiel mit dem „schraffen Schwerdt“, das an „zarter Seide schwebt“ ist als ein Symbol gemeint und lässt sich wiefolgt erklären: Wir Menschen leben unser Leben. Wir machen auch Fehler und gerade deshalb kann es manchmal sehr schnell vorbei sein. Denn ein scharfes Schwert durchschneidet ein Seidetuch ohne große Mühe und fällt auf uns herab und tötet uns.

Gryphius betont abermals, wie auch schon in der ersten Strophe, dass die Menschen auf der Erde nur Gäste sind. Wir sind eingeladen worden und es muss jemand geben, der und leitet. Da die Menschen im Barock sehr gläubig waren, ist anzunehmen, dass der „Gastgeber“ Gott war.

Im Vergleich zu den ersten vier Verszeilen werden jetzt viele „a“- und „o“- Laute verwendet. Das bewirkt eine Umstimmung der Gefühle während des Lesens. Das Gedicht fängt an immer dunkler und jenseitsbezogener zu werden.

In der dritten Strophe nimmt das Gedicht eine Wendung und der Dichter schreibt hier über die Menschen und deren Leben selbst. Er erklärt, dass alle Menschen unterschiedlich sind, doch am Ende ihres Lebens, wenn sie sterben, sind alle gleich. („der Tod und gleiche macht“). Die Worte „gleich am Fleisch“ verwendet er hier symbolisch für den menschlichen Körper. Der Körper jedes Menschen ist gleich. („Der trägt ein Purpur- Kleid/ und jener grabt im Sande“) hier vergleicht Gryphius wieder reich und arm. In der dritten und letzten Zeile dieser Strophe schreibt er über das sterben selbst. Mit „entraubtem Schmuck“ meint er das „Rauben“ des Lebens. Wer stirbt, wir seines Lebens beraubt.

Klanglich fällt mir auf, dass er sehr oft „gleich“ verwendet. Das lässt jedes Mal die Gegenteile arm und reich hervorkommen. Er verwendet im Absatz sehr viele Wörter, die er symbolisch einsetzt. (Purpur- Kleid für reich, Fleisch für Körper, „grabt im Sande“ für arm, entraubter Schmuck für wichtige Sachen, hier besonders das Leben selbst).

Auch in der vierten und letzten Strophe schreibt der Dichter über ein anderes Thema. Er will uns klar machen, was wir daraus lernen können. Wie sehr oft in einem Sonett, wird die letzte Strophe hier zur Präsentation der Lehre die wir daraus ziehen sollen verwendet. Gryphius spricht vom „ersten Spiel“, womit er das Leben meint. Es war nicht einfach im Mittelalter zu überleben, wenn man nicht gerade ein König war. „weil es die Zeit noch leidet“ beschreibt die Situation in der damals viele Menschen lebten. Es konnte für die Menschen sehr schnell vorbei sein und sie wurden auch nicht sehr alt.

Nun kommt die Lehre, die der Dichter uns mitteilen will. Wenn wir „vom Panket des Lebens scheiden“, also sterben, wird uns alles genommen, denn wie der Dichter mit „geborgter Pracht“ sagt, ist alles nur geliehen und wir müssen alles wieder hergeben. „Kron/Weißheit/Stäck und Gut“ ist ein Klimax. Der Besitz war früher am wichtigsten, doch auch Weisheit und des Königs Krone waren für die Menschen bewundernswerte Dinge. Nicht jeder konnte in die Schule, um sich zu bilden. Und wenn dann doch jemand die Chance dazu hatte, wurde ihm beim Todd dann doch alles wieder genommen.

Das Gedicht „Ebenbild unseres Lebens“ gefällt mir sehr gut und ich finde man kann klar erkennen, dass es vom Vanitasgedanken handelt. Andreas Gryphius gibt sehr viele Beispiele, die es leichter und verständlicher bzw. lesbarer und vergleichbarer machen. Zuerst fand ich das Gedicht sehr kompliziert doch beim weiteren Durchlesen fand ich heraus, dass ich es gut verstehe und konnte mich gut in die Situationen versetzen die er beschreibt.

Der gesellschaftliche Stand des Menschen im Mittelalter war etwas sehr Wichtiges. Oftmals entschied dieser über Leben oder Tod. Im Gedicht werden die Gegensätze zwischen arm und reich mehrmals angesprochen und es wird klar, dass es auch in eine zeit wie heute passt. Auch im 21. Jahrhundert richtet sich sehr viel nach dem Gesellschaftstand. Vielleicht hat sich Gryphius schon damals gedacht, dass sich die Menschen nie ändern werden und es solche Unterschiede immer geben wird.

Dienstag, 27. November 2007

Deutsch Schularbeit

Thema 2: Komasaufen

In diesem Text wird eigentlich über fast jeden Vor- und Nachteil von Jugendlichen im Umgang mit Alkohol berichtet. Es ist ein sehr heikles und umstrittenes Thema und die Jugendlichen werden meistens mit den gleichen Vorwürfen konfrontiert, wie zum Beispiel, dass die Jugend früher nicht so war und mit Alkohol und Drogen anders umgegangen worden ist. Doch das kann man so nicht sagen, denn früher gab es vermehrt Volksfeste auf denen auch viele junge Leute Alkohol konsumierten und auch sonst kamen sie zum Alkohol, den sie problemlos ohne Ausweis in Geschäften kaufen konnten. Heute ist es eben so, dass die Jugendlichen das Trinken oft übertreiben. An den Wochenenden trifft man immer öfter Gruppen von 14- bis 16- jährigen Mädchen und Jungen die stark alkoholisiert sind, weil sie, oft schon bevor sie das Haus verlassen, beginnen zu trinken, und bis sie in der Disko angekommen sind, habe die Jugendlichen dann schon einiges intus. Es hat meiner Meinung nach auch viel mit Gruppenzwang zu tun.
Ein anderes Beispiel ist, dass die Pubertät eine schwierige Zeit ist, und solange die heranwachsenden Menschen im Alkoholrausch sind, vergessen sie die Probleme des Alltags. Sie kommen auch einfach an die Getränke ran. Oftmals wird beim Verkauf nicht einmal nach dem Alter, geschweige denn nach dem Ausweis gefragt. Deshalb ist es eine gute Idee, jugendliche Testkäufer einzusetzen. Jedoch würde ich gezielt 15- jährige einsetzen, um zu sehen wie die Verkäufer reagieren, denn immerhin wäre es bei 16- jährigen nicht illegal ihnen etwas zu verkaufen.
Fakt ist, dass das Trinken von harten Getränken unter Jugendlichen zum Trend geworden ist. Doch es sind nicht nur die Kinder Schuld, denn immerhin machen sie nur das nach, was ihnen von älteren, ganz besonders von den eigenen Eltern, gezeigt wird. Ein komplettes Alkoholverbot für 16- jährige wäre also nicht sinnvoll, denn die Jugendlichen müssen lernen, damit umzugehen und es ist eine Tatsache, dass man in der Pubertät gerne experimentiert und seine eigenen Grenzen sucht.
Und so kommt man zu dem Ergebnis, dass die einzigen, die einen Vorteil aus dem allem ziehen können, die Hersteller sind.



Was würde ein komplettes Alkoholverbot für Jugendliche bringen? Durch ältere Freunde würden sie trotzdem an Alkohol kommen, würden nicht lernen damit umzugehen und wenn man die Diskos dann auch ab 18 machen würde, könnten sie auch abends gar nicht mehr weggehen. Doch die Jugendlichen könnten durch das Verbot eine neue Möglichkeit entdecken, Spaß zu haben und auch das Suchtverhalten wäre in dem frühen Alter noch nicht so eine schlimme Gefahr. Ich finde die Gesetze verbieten den Jugendlichen viel zu viel, anstatt sie ihnen mehr ermöglichen würden, um deren Weg zum Erwachsenwerden zu erleichtern. Immerhin lernen wir aus Erfahrungen und Fehlern.



Von klein auf machen Kinder alles nach, was ihnen ältere Leute in ihrem Umfeld vormachen. Warum sollte das in der Jugendzeit nicht so sein? Wenn der Vater zu Mittag ein Bier trinkt und am Abend auch noch zwei, wie soll das ein gutes Vorbild sein? Es liegt oft nicht an den Jugendlichen alleine, dass sie zu viel trinken. Wir sollten und sie Probleme und Lücken in der Erziehung genauer ansehen. Eltern müssen konkrete Regeln aufstellen und ihren Kindern genau zeigen, wo deren Grenzen sind. Vor allem müssen sie konsequent bleiben. Werden die Regeln nicht befolgt, muss man handeln. Zum Beispiel den Jungendlichen das Taschengeld kürzen oder sie nicht mehr so oft ausgehen lassen am Abend.

Donnerstag, 28. Juni 2007

Freitag, 15. Juni 2007

Der Streber

Der Streber

Langsam stand Tobias wieder auf und nahm seine Brille. Sie hatten ihn wieder zu Boden geschlagen. Er ging aufs Klo, nahm einen Schluck Wasser und schaute sich dann lange im Spiegel an. Schon klar, dass mich keiner beachtet. Ich bin Luft für alle. Sie nennen mich Streber oder Freak. Aber warum kann ich nicht einfach so selbstbewusst dastehen wie die anderen Typen? Er stand noch eine Weile da, starrte Gedankenlos auf den Spiegel und ging dann zurück in die Klasse und setzte sich wieder auf seinen Einzelplatz. Draußen schien die Sonne und Tobias schweifte mit seinen Gedanken vom Unterricht ab und schaute hinaus. Er hörte wie die anderen aus der Klasse darüber redeten, wie sie heute alle zusammen zum Strand gehen würden. Ich will auch einmal etwas unternehmen. Aber ich hab ja niemanden. Ich bin auch viel zu schüchtern um auf die Leute zu zugehen. Ich weiß nie, was ich sagen soll, wenn ein Mädchen vor mir steht. Sie beachten mich einfach nicht. Für sie bin ich Luft. Sein Körper sank immer tiefer in den Stuhl und seine Schultern zogen sich hoch. Tobias war sich in fast jeder Situation so unsicher, dass diese Haltung schon permanent seinen Körper zeichnete. Er redete nie viel in der Schule. Er ließ seine Körpersprache für ihn sprechen. Oft genug hatte Tobias versucht, Kontakte zu knüpfen und Freunde zu finden. Aber sie nahmen ihn einfach nicht ernst. Für sie war es Unterhaltung, wenn Tobias sich auf den Boden hockte, die Knie zu seinem Körper zog, die Augen fest zu presste und nicht wusste, wie er sich verteidigen sollte. Sie lachten ihn aus, bis ihm die Tränen in die Augen schossen. Tobias dachte oft an seinen verstorbenen Vater. Ist er der Grund für mein beschissenes Leben? Ein Einzelkind das nur bei der Mutter aufwächst, die fast nie zu Hause ist, muss ja wohl eine kaputte Persönlichkeit haben. Aber ich kann Vater nicht die Schuld für mein Leben geben. Es liegt an mir, es zu ändern. Doch das schaffe ich nicht. Ich werde nie so stark sein. Bis an mein Lebensende werde ich als kleiner, nichtsnutziger Wurm herum kriechen und der unbeachtete Typ sein, den niemanden kennt und über den niemand etwas wissen will. Ich bin ja sogar für meine Mutter eine Belastung. Sie hält es kaum aus, wenn ich alleine zu Hause herumsitze, nicht weiß was ich mit meiner Zeit anfangen soll, oder in der Scheune liege und weine. Ich wette, niemandem würde es auffallen, wenn der Freak mit der großen Brille nicht mehr in seiner Schulbank sitzt. Sie würden mich vergessen und ich wäre auf einmal ausgelöscht. Niemand kümmert es, ob ich da bin, oder nicht. Langsam kletterte er aus dem Fenster des sechsten Stockes und schaute mit betrübtem Blick auf die Straße. Nicht einmal wenn ich mich umbringen will, interessiert es jemanden, dachte er sich. Es war ein schöner Tag, die Sonne schien ihm ins Gesicht und leise sagte Tobias: „Ich werde mein Leben nie vergessen. Ob ihr es tut, ist mir egal. Er ließ los und sprang. Zum ersten Mal in seinem Leben waren ihm die Gedanken der anderen Leute egal. Und dann war es vorbei. Er prallte auf den Boden auf. Sein Körper lag regungslos auf dem Asphalt und niemand merkte auch nur das Geringste. Der kleine Tobias mit der großen schwarzen Brille geriet in Vergessenheit und niemand dachte mehr an ihn. Sein Leben war vorbei und er war ausgelöscht